Wo war Frank N. im Landkreis Hildesheim unterwegs?

Stundenlang suchten am Freitag zahlreiche Einsatzkräfte der Polizei im Landkreis Hildesheim nach dem Mordverdächtigen. Nach Angaben von Thomas Breyer, Leiter des zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen, floh er von Elze offenbar zu Fuß bis nach Hannover. Die Polizei gehe davon aus, dass er tatsächlich auf seiner Flucht durch Rössing, die Barntener Feldmark und Giften gekommen sei. Dort hatte sich die Suche konzentriert. In dem Bereich hätten die Suchhunde auch immer wieder angeschlagen.

Der Verdächtige habe gegenüber der Polizei noch nicht viele Angaben gemacht. Was er gesagt habe, passe jedoch zu dieser Einschätzung.

Die Polizei geht davon aus, dass Frank N. in Hannover wieder in einen Zug gestiegen und bis Göttingen gefahren ist. Die Polizei überlegte zunächst, ob der Mann sich in Göttingen stellen wollte. Das passe aber nicht dazu, dass er sich bei der Festnahme so stark wehrte. Das Motiv seiner Flucht zurück nach Göttingen ist deshalb unklar.

Rebecca Hürter

Ist Frank N. psychisch krank?

Darüber, ob der Mann psychisch krank ist, können Polizei und Staatsanwaltschaft noch nichts sagen. Wenn er psychisch krank wäre könnte das bedeuten, dass er vermindert schuldfähig ist und in einer speziellen Einrichtung untergebracht wird.

Die Frau, die in der vergangenen Nacht gestorben ist, war eine Arbeitskollegin des ersten Opfers.

Rebecca Hürter

Der Beschuldigte war gelernter Tischler, zuletzt verdiente er als Gelegenheitsarbeiter sein Geld. Er war nach Angaben der Polizei ledig und seit eineinhalb Jahren mit dem Opfer in einer Bekanntschaft.

Rebecca Hürter

Er wirkt „aalglatt“

„Der Mann wirkt nach außen hin aalglatt“, sagt Breyer. Er sei in den ganzen letzten Jahren nicht aufgefallen.

Frank N. sei sehr durchtrainiert. Die Polizei gehe davon aus, dass er die Wege von Elze nach Hannover zu Fuß zurückgelegt habe.

Rebecca Hürter

Mit Feuerlöscher geschlagen

Thomas Breyer, Leiter des zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Göttingen, erzählt: Der Mann hat Brandbeschleuniger eingesetzt, die Frau angezündet und, als sie fliehen wollte, mit einem Messer auf sie eingestochen.

Ein Zeuge wollte mit einem Feuerlöscher helfen. Den entriss der Beschuldigte dem Mann und schlug damit auch noch auf das Opfer ein.

Das zweite Opfer, die 57-Jährige, wollte ebenfalls helfen. Daraufhin attackierte der Beschuldigte sie ebenfalls.

Rebecca Hürter

Opfer war eine Bekannte des Verdächtigen

Das Opfer wurde tatsächlich angezündet, wird in der Pressekonferenz bestätigt. Sie sei eine „Bekannte“ des Mordbeschuldigten gewesen. Die Polizei will nicht bestätigen, dass die Frau die Lebensgefährtin des Mannes war. Er habe sich aber wohl mehr von dem Kontakt versprochen.

Rebecca Hürter

Der Beschuldigte war wegen Vergewaltigung vorbestraft – und saß schon mehrfach im Gefängnis. Zuletzt im Jahr 1994 sechs Jahre lang. 2001 wurde er aus der Haft entlassen.

Rebecca Hürter

Zweifacher Mord

Oberstaatsanwalt Frank-Michael Laue berichtet darüber, wie es mit Frank N. weitergeht. Er wurde Samstag am Morgen dem Haftrichter vorgeführt. Der Haftbefehl wird nach dem Tod der zweiten Frau noch einmal umgestellt: auf zweifachen Mord.

Rebecca Hürter